HAPPY MONDAY

Nichts da mit Blaumachen! Glücklich in die Woche mit Bulgur-Blaubeer-Paprika-Salat 

Ich habe mir etwas Neues für euch überlegt: Jeden Montag möchte ich ein Stück Glück mit euch teilen, denn Essen macht glücklich, vor Allem, wenn man Zutaten verwendet, die Serotonin ausschütten. Vor kurzem habe ich Beerenfrüchte wenig geschätzt, wusste nicht so recht, was ich mit ihnen anfangen sollte. So klein und empfindlich wie sie sind, muss man sie schnell essen und wissen, wie sie am besten schmecken. In Kombination mit Joghurt oder Quark kennt man sie, in Kuchen, Muffins und Pfannkuchen tauchen sie insbesondere zwischen Juni und Oktober auch auf. Bei der Arbeit sind mir letzte Woche allerdings ein paar herzhafte Rezepte in die Finger gekommen. Das muss mich beeinflusst haben, denn seitdem begleitet mich der Gedanke an Beeren, klein und süß, verwunderlich also dass ich sie nicht früher lieb gewonnen habe. Insbesondere, weil sie voller wunderbarer Inhaltsstoffe stecken: 

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Märchenhaftes Knabbervergnügen: Crackertürmchen mit Ricotta-Fenchel-Creme und Spargel

Eigentlich wollte ich die letzten Tage mein Wochenende nachholen, also aktiv etwas unternehmen, die Sonne genießen und durch Hamburgs Straßen schlendern. Aber wie das ja leider manchmal so ist, wenn man zur Ruhe kommt, hat mich jetzt direkt mein Immunsystem im Stich gelassen. Ich will mich gar nicht beklagen, denn ich bin so gut wie nie krank. Und langweilen tue ich mich auch nicht, denn ich hab auch genug Interessen, die man drinnen bei gemütlicher Musik verfolgen kann. Fotoalben gestalten zum Beispiel oder Kochen :) Beides also heutige Vorhaben und realisierte Tätigkeiten.

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Die Liebe zum Französischen: Zucchini-Schafskäse-Cake

Dieses Wochenende ist gepackt mit Arbeit, aber spannender Arbeit auf einer Fotoproduktion. Voller interessanter Eindrücke bin ich heute Abend nach Hause geradelt und zur Feier des Tages scheint jetzt auch noch die Sonne. Nach einem Gespräch mit einer Französin heute Nachmittag, war mir plötzlich auch danach meine Wurzeln auszugraben, die Sonne zu genießen und kreativ zu werden. 

Plan Nummer Eins also, meine französische Hälfte ausleben:
Einen Cake backen, den man in Frankreich oft zum Picknick ist, sowas wie ein salziger Kuchen mit Zucchini, Feta, Weißwein und frischen Kräutern. Obwohl ich nie in Frankreich gelebt habe, hat mich die Erziehung meiner französischen Mutter so sehr geprägt, dass ich mich mehr als Französin sehe, als man gemeinhin annehmen würde, wenn man in Deutschland aufgewachsen ist. Ich finde es doch immer wieder interessant, welche französischen Eigenschaften mir mein Umfeld oft zuschreibt, charmant eigentlich wie ich finde. Ich mag den Amelie-Stil: pfiffiger Haarschopf, gestreifte Shirts, rote Schuhe. Die französische Frau steht zu ihrer Individualität und liebt die Natürlichkeit, da reihe ich mich gerne ein. Und ganz wichtig: Leidenschaft! Die Franzosen sind Genussmenschen, sie lieben - und sie lieben es zu essen und sich Zeit dafür zu nehmen. Le plaisir. L’amour. La passion. Savoir vivre.
Heute also ein Cake mit “die [Wein], die so schön hat gekribbelt in meine Bauchnabel” :)

Zutaten:

  • 2 Zucchini
  • 3 Eier
  • 3 EL Kokosmehl
  • 3 EL Buchweizenmehl
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Tahin
  • 2 TL Backpulver
  • 50 ml Weißwein
  • 50 ml Milch oder Wasser
  • 1 TL Salz
  • 200 g Feta
  • 100 g Ziegengouda
  • 2 EL gehackte frische Kräuter (Basilikum, Thymian, Rosmarin)
  1. Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Eier, Milch, Öl, Wein und Tahin verquirlen.
  2. Zucchini fein raspeln, Käse hacken und beides unter die Eimasse mischen. Das Mehl dazugeben.
  3. Kräuter waschen und hacken und ebenfalls unterrühren.
  4. Alles in eine gefettete Springform oder Kastenbackform füllen und 20-30 Min. bei 200° Ober-und Unterhitze backen.
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Vom Geteilten Glück: Quinoa-Salat mit gegrillten Aprikosen, Möhren und Kräuter-Cumin-Aprikosen-Vinaigrette

Alle streben wir nach Glück und Zufriedenheit im Leben. Für manche ist es der Sonnenschein am Morgen, gutes Essen, schöne Momente mit Freunden, Erfolg und Selbstverwirklichung, was glücklich macht. Ich gehöre zu dieser Kategorie. Für andere ist es Geld, Prestige und Macht. Forschungen zufolge sind allerdings die intrinsisch motivierten auf lange Sicht glücklicher - Glück für mich :) Worauf ich eigentlich hinaus möchte: Glück zu teilen macht am zufriedensten. Die Freude einer anderen Person ist ansteckend und stimmt mich im Gegenzug auch freudig. Gestern rief mich mein Bruder an, als Erste, die seine freudige Nachricht zu Ohren bekommen sollte, und erzählte mir von seiner Zulassung für den erträumten Masterplatz in London, Paris und Berlin. Gratulation, Gratulation! Nicht nur er war von dieser Nachricht überwältigt, auch ich habe mich sehr für ihn gefreut und die Energie, die diese Freude mit sich gebracht hat, mit in einen schönen Abend genommen. Erstaunlich sogar, dass manch freudige Momente es schaffen, mir das schlechte Wetter egal sein zu lassen. Gestern bin ich im Regen joggen gegangen und habe mich sogar an der kühlen Brise erfreuen können. Liebes Glück, bleib dort wo du bist und schenk mir noch viele weitere enthusiastische Momente :)

  • 300 g frische Aprikosen
  • 200 g Quinoa
  • 8-10 junge Babymöhren
  • 150 g Rucola
  • 1 Stängel Rosmarin
  • 3 Stängel Zitronenbasilikum
  • 4 Blättchen Minze
  • Cumin
  • Chili nach Geschmack
  • 1 Zitrone, entsaftet
  • Salz
  • Pfeffer
  • ½ TL Senf
  • 2 EL Olivenöl
  • Kräuter zum Garnieren (Minze oder Basilikum)
  • Öl zum Braten
  1.  Aprikosen waschen, entkernen und halbieren. In einer Grillpfanne oder einem Gußeisentopf 1 EL Öl erwärmen und die Babymöhren und Aprikosen darin grillen bzw. bissfest garen. Salzen, Pfeffern und mit Cumin würzen. Rucola und Kräuter waschen und trocken tupfen.
  2. Quinoa mit heißem Wasser spülen und mit der doppelten Menge Wasser und 1 TL Salz aufsetzen. 15-20 Min. köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet und der Quinoa gequollen ist.
  3. Für das Dressing Öl, Kräuter, Zitronensaft, 1 Aprikose, 1 TL Cumin und Senf pürieren. Mit Pfeffer, Chili und Salz abschmecken.
  4. Quinoa mit Rucola, Pfirsichen und Möhren vermischen und mit Dressing marinieren. Mit Kräutern garnieren und noch lauwarm servieren. Schmeckt hervorragend zu gegrilltem Geflügel aber natürlich auch pur!
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Ein herzhaft melodischer Sonntag: Cumin-Tarte mit Orangen-Balsamico-Erdbeeren und Estragon

Die Ereignisse der Woche haben sich wie Noten einer schönen Melodie harmonisch verbunden und mir ein ritardando zum Ende der Woche, also einen langsamen, entschleunigten Sonntag erlaubt. 

Tenuto. Getragen auf schnellen Füßen: Ich würde gern mal einen Halbmarathon laufen, dafür hab ich mich diese Woche (fast) jeden Tag aufgerafft joggen zu gehen. Und wie das ja so ist, alles was Überwindung kostet, sollte man zur Routine machen. Dann hoffe ich, dass ich so diszipliniert bleibe, bis ich Routine erlangt habe.Die Laufschritt-Melodie: Tainted Love: “Sometimes I feel I’ve got to run away”

Legato. Verbunden. Liebe Menschen um mich herum: Grillen mit der Familie, freudige Momente mit Freunden, ein nettes Lächeln auf der Straße, ein freundlicher Gruß vom Gemüsehändler, eine höfliche Entschuldigung…das sind die Kleinigkeiten des melodischen Alltags, die mich glücklich machen. Meine frühere Musiklehrerin hat immer gesagt: “Die Artikulation eines Stücks ist das i-Tüpfelchen und macht es erst zu einem wahren Kunstwerk.” Wichtig also, so finde ich, ist es, dass man in der Lage ist die Artikulation des eigenen Lebens zu erkennen, denn dann ist man glücklich. Große Musik, einfach und doch detailreich: John Miles-Music.

Jazz. Ich muss zugeben, dass es mir manchmal schwer fällt Bedürftigen etwas Gutes zu tun. Zu oft entsteht bei mir der Eindruck der selbst verschuldeten Misère. Anders ist es, wenn mir das Gegenteil bewiesen wird, wo wir wieder beim Thema Musik wären. Mit einer guten Tat, denn Musik beglückt die Menschheit, geht auch mein Herz auf. Gestern habe ich ein paar älteren Herren beim “jazzen” zugeschaut beziehungsweise zugehört und war so begeistert, dass ich ein paar Minuten stehen geblieben bin. Am Ende hat sich der Kassenhut dann natürlich auch gefüllt. It Never Rains in Southern California.

Triller. Vogelgezwitscher früh am Morgen, wenn noch alles ruhig ist. Ich genieße die  Momente, als würden diese frühen Stunden mir alleine gehören, wenn ich draußen laufen gehe. James Vincent McMorris-Early in the Morning.

Harmonie: gelungenes kulinarisches Zusammenspiel. The Head and the Heart-Sounds Like Hallelujah. Anis und Erdbeeren. Erdbeeren und Balsamico. Erdbeeren und Chili. Orangen und Erdbeeren.

Staccato. Voller Vorfreude auf die Neuerungen der nächsten Wochen. Belle and Sebastian “Let me step out of my shell. I’m wrapped in sheets of milky winter disorder. Let me feel the air again, the talk of friends. The mind of someone my equal”

Und jetzt zum Rezept:

Zutaten für 1 große Tarteform:

Teig

  • 250 g Buchweizenmehl
  • 60 ml Olivenöl
  • 120 ml Wasser
  • 1 TL Cumin
  • 1/2 TL Piment d’Espelette
  • 1 TL Salz
Füllung
  • 200 g Erdbeeren, halbiert
  • 1 EL Aceto Balsamico
  • 1/2 Orange
  • Fleur de Sel
  • Vanillepfeffer
  • 1 Stängel Estragon, klein gehackt
  1. Aus Mehl, Öl, Wasser und Gewürzen einen Teig kneten und zu einer Kugel geformt in Frischhaltefolie wickeln. 1 Stunde kühl stellen.
  2. Erdbeeren in Essig, Orangensaft und Estragon marinieren.
  3. Den Teig ausrollen in eine Tarteform legen, ein paar Mal mit einer Gabel einstechen und 10 Min. blind backen.
  4. Den Tarteboden mit den Erdbeeren belegen. Mit Fleur de Sel und Pfeffer bestreuen. 15 Min. backen und mit einem grünen Salat genießen. Ich hab aus der restlichen Marinade ein Salatdressing gemacht, das köstlich war.
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Quinoa-Zucchini-Taboulé im Weinblatt

Ich habe Urlaub und es ist auch noch wunderbares Wetter. Da ärgert es mich keineswegs, dass ich nicht in die Sonne gereist bin. Bei meinen Eltern im Garten herrschte nämlich letzte Woche richtige Sommerstimmung. Im Liegestuhl unter dem Apfelbaum mit einem schönen Buch (“Der Geschmack von Apfelkernen”) habe ich es mir gut gehen lassen.

Zurück in Hamburg mit frischen Weinblättern aus dem Garten im Gepäck habe ich gestern versucht mein Mittagessen zu planen. Zu warm, zu viele Ideen, zu sonnig um in der Küche zu stehen. Ein Rest Quinoa, eingelegte Zucchini, Minze und Frühlingszwiebeln lagen vor mir. Dann wird es eben wieder ein schneller Salat, hab ich mir gedacht. Ich hatte mich gerade auf den Balkon gesetzt und den ersten Happen verspeist, kam wie vom Blitz-äh Sonnenstrahl- getroffen die Idee. Aus meinem schlichten Salat habe ich besondere Dolmas gezaubert.

Zutaten für 10-15 gefüllte Weinblätter

  • 100 g Quinoa
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Zitrone
  • 1/3 Bund Minze
  • 1/3 Bund Petersilie
  • 1/2 Zucchino
  • Weinblätter, blanchiert
  • 3 EL Olivenöl
  • Öl zum Braten
  1. Quinoa unter heißem Wasser waschen und mit der doppelten Menge Wasser aufsetzen. Aufkochen und 10-15 Min. bei mittlerer Hitze köcheln, bis das Wasser verdampft ist.
  2. Zucchino in Stifte schneiden und in 1 EL Öl anbraten. Anschließend in kleine Würfel schneiden.
  3. Minze, Petersilie und Frühlingszwiebel fein hacken.
  4. Quinoa mit Zucchino, Kräutern, Zitronensaft und Olivenöl vermischen.
  5. Die Weinblätter 1 Min. blanchieren und in Eiswasser abschrecken. Jeweils 1-2 EL Taboulé in einem Weinblatt einrollen.
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Lieblich rosa wie Rosenwasser und Rosmarin: Süßkartoffel-Tarte-Tatin mit Rosmarin-Confit

Ich habe eine Möglichkeit gefunden die rosige Süßkartoffel aus dem Asia-Laden zu verwenden. Rosig nicht nur wegen der Farbe, sondern auch wegen des Geschmacks. Als wäre die Pflanze in einem Rosenwasserbad gewachsen. Kombiniert mit dem ebenso aromatischen Rosmarin eine gelungene Kombination. Karamellig wie das Original ist diese Tarte Tatin auch durch die süßen lila Kartoffeln. Niedlich, lila, rosig. Ich habe sie ins Herz geschlossen.

Draußen ist es grau, mal wieder, da kommt diese Tarte genau richtig zur Abwechslung neben den frisch grünen Rezepten der letzten Wochen. Und trotzdem passt sie wunderbar zum Frühling, denn sie ist blumig, fliederfarben und wenn man sich Mühe beim Schichten der Scheibchen gibt, erhält sie eine schöne Rosettenform, blütengleich. Die Tarte Tatin ist so ein bisschen wie ich: halb französisch und halb persisch. Französisch da die Tarte Tatin als französischer Apfelkuchen seinen Ursprung hat und persisch, weil ich beim Duft der Knolle an persisches Rosenwassergebäck denken muss.

Zutaten für 6 kleine Förmchen:

Buchweizen-Mürbeteig:

  • 250 g Buchweizenmehl
  • 125 g Ghee/Butter/Margarine
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL eiskaltes Wasser
  1. Mehl, Salz und Butterstückchen vermischen, bis eine krümeliger Teig entsteht. Das eiskalte Wasser dazugeben und nur so lange kneten, bis der Teig zusammenklebt aber noch mürbe ist. Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie 1 Std. kühl stellen.

Füllung:

  • 2 Süßkartoffeln
  • 2 Schalotten
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Aceto Balsamico
  • 1 EL Portwein
  • 1 Zweig Rosmarin
  1. Süßkartoffeln schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit Öl bepinseln, salzen und im Ofen bei 180° ca. 15 Min. backen.
  2. Für das Confit die Schalotten schälen, fein schneiden und in Öl andünsten. Rosmarinnadeln dazugeben und solange weiter dünsten, bis die Schalotten glasig sind. Mit Portwein und Balsamico ablöschen und einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Den Ofen auf 190° erwärmen.
  4. Den Boden der Tarteformen mit Öl einpinseln. Die Süßkartoffelscheiben darin rosettenförmig eng aneinander schichten und mit Rosmarin-Confit bestreichen. Den Teig oben auf legen und den Rand gut in die Form drücken.
  5. Ca. 20 Min. backen, bis der Teig goldig gebacken ist. 5 Min. abkühlen lassen und aus der Form stürzen.
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Abenteuer Asia-Laden: Kokos-Sternanis-Suppe mit Frühlingsgemüse und Minzgremolata

Diese Suppe habe ich in den letzten Tagen öfter genossen, seitdem ich gemahlenen Sternanis im Reformhaus gefunden habe. Ich mag Sternanis sehr gern, in Kombination mit (Kokos-)Milchspeisen setzt er dem Gericht das I-Tüpfelchen auf. Vor längerem hatte ich auch mal einen Safranmilchreis mit Sternanis gemacht, auch sehr lecker!

Hier in Hamburg gibt es einen großen Asia-Supermarkt, den ich die ganze Zeit schon aufsuchen wollte, aber dann nie dazu gekommen bin. Gestern hab ich dann aber mein Vorhaben gestartet, weil ich Kokosmilch und Soba-Nudeln “brauchte”.

Etwas irritiert durch die Maßen an grell verpackten Suppen und Saucen hab ich mir meinen Weg zu den Nudeln, der Kokosmilch und dem Gemüse gebahnt. Die Tiefkühlabteilung habe ich ausgelassen, das tue ich grundsätzlich bei allen Supermärkten, es sei denn es geht um Fisch, da kann ich meinem Prinzip nicht immer treu bleiben. Habt ihr schon mal Nudeln mit Jakobsmuschelgeschmack oder mit Schweinefleischgeschmack gesehen? Süßkartoffelnudeln habe ich gefunden und werde ich demnächst kosten, aber gute Soba-Nudeln habe ich bis jetzt nur im Bioladen gesehen. Die meisten sind zu 97% mit Weizenmehl gemischt. Falls also jemand eine gute Quelle für 100% Buchweizen-Soba kennt, möge mich benachrichtigen.

Ein bisschen verrückt ist es schon, was in Asien so produziert wird neben aromatisierten Nudeln und lila Süßkartoffeln. Jetzt werdet ihr sagen: “Naja, lila Kartoffeln haben wir ja auch!” Stimmt, aber diese lila Süßkartoffeln sind noch etwas Besonderes: schon beim Schälen stieg mir der Duft von Rosenwasser in die Nase. Ich habe versucht mehr über die Sorte herauszufinden, weil es mich interessiert hat, ob sie vielleicht gekreuzt ist und daher ein solch köstliches Aroma entfaltet. Leider bin ich nicht wirklich fündig geworden. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich die gegarte Kartoffel weiterverarbeite.

Für das heutige Rezept habe ich also auch Kokosmilch aus dem Asia-Laden mitgenommen und mit frischem Frühlingsgemüse zu einer köstlich und erfrischenden Suppe kombiniert.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 4 Spargelstangen
  • 1 rote Paprikaschote
  • 4 junge Möhren
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 cm breites Stück Ingwer
  • 1 Chilischote
  • 200 ml Kokosmilch
  • 2 EL neutrales Öl zum Braten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Sternanis
  • 1 EL Zitronensaft
  • Thai-Basilikum
Für das Kokos-Minz-Gremolata
  • 1/2 Bund Minze
  • 50 g geröstete Kokosraspel
  • Abrieb 1/2 Bio-Zitrone
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz
  1. Das Gemüse waschen und mit einem Sparschäler längs in feine Scheiben schneiden. Knoblauch, Ingwer und Chili fein hacken. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.
  2. In einem Topf Öl erhitzen und darin Ingwer, Knoblauch und das Weiß der Frühlingszwiebel andünsten. Das Gemüse dazugeben und 5 Min. mitbraten. Salzen und Pfeffern und mit heißem Wasser knapp bedecken.
  3. In der Zwischenzeit Minze, Kokosraspel und Zitronenschale pürieren und mit Olivenöl und Salz vermischen.
  4. Ist das Gemüse bissfest, Kokosmilch, Frühlingszwiebelgrün und nach Belieben 3-4 Stückchen Chili dazugeben. Temperatur herunterdrehen und nur 1-2 Minuten köcheln, damit die Kokosmilch nicht gerinnt. 
  5. Die Suppe nach Belieben mit Sternanis, Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit Thai-Basilikum garnieren und mit Gremolata servieren.
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Die Platz an der Sonne-Tarte: Spargel.Bärlauchcreme.Blüten

Was gibt es besseres als die Mittagspause in der Natur unter sonnigem Himmel zu verbringen. Ich habe meinen Lieblingssitzplatz gefunden. Die Schaukel, die Kindheitserinnerungen wach ruft und zu Höhenflügen, Wolkenbetrachtungen und Entspannen einläd.

Der Frühling ist doch so wunderbar! Wenn mich jemand vor einigen Jahren nach meiner Lieblings-Jahreszeit gefragt hat, bekam er immer die Antwort “Sommer”. Das ist ja keine unübliche Antwort, denn wer mag es nicht, mit Sonnenschein aufzuwachen und abends draußen mit einem Wein oder Bier den Tag ausklingen zu lassen.

Dieses Jahr ist es anders, und vielleicht ja auch für immer, der Frühling hat es mir angetan. Ich weiß nicht so Recht, was dieses Jahr so anders macht, aber ich fühle mich wie neugeboren. Ich nehme die Natur bewusster war, genieße die Luft, wenn es regnet (und wer mich kennt, weiß dass ich eigentlich Regen verabscheue) und erfreue mich am kleinsten Sonnenstrahl, frischen Kräutern und Gemüse auf dem Markt. Apropos: Ich suche Selbstpflück-Felder in der Umgebung von Hamburg, wenn jemand einen Tipp hat, freue ich mich! Vor einiger Zeit hätte mich ein Urlaub auf dem Land gelangweilt, aber jetzt träume ich von entspannten Momenten in einem kleinen, traditionsgebundenen Dörfchen in der Provence zwischen Lavendelfeldern und Obstbäumen.

Ich übe mich in Achtsamkeit, genieße die kleinen schönen Augenblicke und lerne was mir gut tut. Das ist ein wunderbares Gefühl, mit sich im Reinen zu sein. Dieses Frühlingsgefühl hatte ich dieses Jahr zum ersten Mal, als ich beim Friseur saß und meine vorher sehr langen Haaren fallen sah. Als ich in den Spiegel schaute, spürte ich ein Gefühl der Vertrautheit und Freiheit. Die ganze Zeit wollte ich doch eigentlich meine Haare abschneiden und Frische auf den Kopf bringen, sozusagen. Der Mut hat sich gelohnt, und das mag lächerlich klingen, aber es hat etwas in mir bewegt, meinem Selbstbewusstsein einen Kick gegeben. Mein Spiegelbild sagte zu mir: DAS bin ich also, so möchte ich sein. Zu meinem neuen kurzen Lockenschopf gehört also eine Art Lebensgefühl, mein neues Selbstbewusstsein, Zufriedenheit.

Es ist das Gefühl des Neuanfangs, die Menschen in meiner Umgebung leben auf (und ich auch), auf den Straßen hat man ein nettes Wort und ein Lächeln füreinander und am Hafen und Elbstrand herrscht Urlaubsfeeling. Auf dem Fahrrad genieße ich den Anblick der satt grün umrahmten Straßen und Alleen, bestaune das Blütenmeer der Bäume. Sind euch schon die Blütendüfte aufgefallen? Von jetzt auf heute duftet es überall nach einem bald nahendem Sommer. Herzallerliebst!

Als ich auf diesem Blog eine Blütenricotta-Tarte mit grünem Spargel entdeckte, ist mir das Herz aufgegangen. Wie kann es anders sein, wenn Blüten mir doch gerade den Kopf verdrehen? Hier habe ich also meine eigene Blütenkreation vollbracht und damit endgültig meine Lieblingstarte des Frühlings kreiert. Danke Dani für die Inspiration!  Verwendet habe ich eine provencalische Blütenmischung, die ich zufällig im Bioladen entdeckt habe. Schon die Farben erinnern an die lila Lavendelfelder des ach so schönen Frankreichs. Und auch, wenn ich noch im kalten Deutschland verweile, leistet diese blumige Tarte doch einen kleinen Beitrag zur Realisierung meines Provence-Urlaubs. Im Garten in Hamburg zwar, in der Mittagspause zwischen Löwenzahnblüten statt Lavendel allerdings, aber immerhin. Lasst es euch schmecken, genießt den deutschen Frühling oder lasst euch vom Geschmack in den Süden tragen.

Das ist also Frühlingserwachen: die Sinne schärfen, Gedanken mit dem Wind davontragen, neue Ideen sprießen, das Selbst in der Erde verwurzeln. Zeit für Neuanfang also. Und in der Tat tut sich bei mir so einiges in letzter Zeit. Ich liebe die Veränderung und bin immer offen für Neues. Mein Tipp also: Unternehmt etwas, was ihr schon immer einmal probieren wolltet oder wagt euch an ein Vorhaben, das euren Mut herausfordert: ich verspreche euch, dass ihr euch hinterher wunderbar und erfrischt fühlen werdet!

Zutaten für 2-3 Portionen:

  • 250 g grüner Spargel (oder halb Spargel, halb Frühmöhren)
  • 1 Bund Bärlauch
  • 200 g Schafsfeta
  • 1-2 El Blütenmischung z.B. von Herbaria
  • Salz
  • Pfeffer
Für den Teig
  • 60 g Buchweizenmehl
  • 40 g Quinoa-Mehl
  • 20 g Tapioka-Mehl
  • 20 g Kokosmehl
  • 1 TL Stärke
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1 TL Chia-Samen
  • 70 g Kokosöl (kalt)
  • 3-5 EL eiskaltes Wasser
  1. Spargel waschen, Möhren schälen und in feine Streifen schneiden.
  2. Den Backofen auf 180° vorheizen.
  3. In der Zwischenzeit den Teig zubereiten. Die Mehle, Stärke und Chia gut vermischen und mit Kokosöl verkneten (so dass die Masse schön bröselig ist). Dann nach und nach das kalte Wasser dazugeben, bis der Teig zusammenklebt. Zu einer Kugel formen (oder flach drücken) und  1 Stunde in Frischhaltefolie in den Kühlschrank stellen.
  4. Feta und Bärlauch pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Das Gemüse in einer Pfanne in wenig Wasser blanchieren und abschrecken.
  6. Den Teig 30 Min. vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen. Eine längliche Backform einfetten und den Teig hineinlegen. Mit der Gabel ein paar Mal einstechen und dann mit der Bärlauchcreme bestreichen. 
  7. Blüten darauf verteilen und das Gemüse darüber legen. Salzen, Pfeffern und mit Blüten bestreuen.
  8. Ca. 15 Min. backen.
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Die letzten und ersten Sonnenstrahlen: Tartar von Spargel, Artischocke und Fenchel im Zucchinimantel

Ich habe den Tag heute genutzt meinen Balkongarten zu pflegen, beziehungsweise, erst einmal zu bepflanzen. Umsonst habe ich nicht gestern nach der Arbeit noch einen Sack Blumenerde nach Hause geschleppt. Thymian, Fenchelkraut und Schnittlauch haben neue Plätze in einer alten Obstkiste bekommen, damit sie Platz zum wachsen haben. Und der Blumenkasten hat neue Gäste bekommen, Samen, die sich ganz bald hoffentlich mit essbaren Blüten bedanken.

Den ganzen Winter hindurch hat mein Zimmer und die Küche keinen Sonnenstrahl abbekommen, jetzt wo es allerdings immer sonniger wird und der Sommer immer näher rückt, hat sich die Sonne aus der Tiefe befreit und bestrahlt, bevor sie sich verabschiedet noch den Rand des Balkons und die Fensterbank meines Schlafzimmers. Herrliches Naturschauspiel, an dem ich mich heute mit meinem Abendessen erfreut habe.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 kleine Zucchini
  • 6 grüne Spargelstangen
  • 3 eingelegte Artischocken
  • 1/2 Fenchelknolle
  • 1 Zitrone
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Stängel Estragon
  • Olivenöl
  • Dijon-Senf
  • Salz
  • Pfeffer

  1. Zucchini längs in feine Scheiben schneiden. Spargel kleine Stücke schneiden. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, Spargel und Zucchini darin bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. bissfest braten. Salzen und Pfeffern.
  2. Estragonblättchen hacken und mit 2 EL Olivenöl, 3 EL Zitronensaft und 1 TL Dijon-Senf zu einer Sauce verrühren. 
  3. Fenchel und Artischocken fein würfeln und mit dem Spargel in der Sauce marinieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Das Gemüse auf Tellern anrichten, mit den Zucchinischeiben ummanteln und mit Frühlingszwiebelröllchen garnieren.

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Soba-Nudeln mit Vanille-Spargel und Zucchini-Minz-Sauce

Im Moment spielt das Wetter in Hamburg verrückt: Morgens ist es windig, grau und regnerisch, Abends dafür frühlingshaft warm und schön sonnig, ein schöner Ausklang des Tages wie ich finde. Ich komme auf dem Heimweg von der Arbeit immer an wunderschönen Magnolienbäumen vorbei und schwöre mir jedes Mal meine Kamera am nächsten Tag mitzunehmen und die Naturschönheit festzuhalten, ich hoffe, ich denke morgen dran. Die Frühlingsgefühle begleiten dann auch schon meine Mahlzeitenplanung wie heute, als mich die Lust auf Spargel umkam. Nach der Arbeit bin ich schnell zum Markt geradelt und habe noch den letzten grünen Spargel des Tages einsammeln wollen, leider aber zu spät. Beim Biomarkt um die Ecke hab ich mich dann für weißen Spargel entschieden und bin damit auch zufrieden nach Hause gegangen. Bei der Käuterauswahl fiel die Entscheidung schwerer. Ich musste mich entscheiden zwischen Rucola, Bärlauch und Minze. Die Sauce habe ich schlussendlich aus Zucchini, Minze und etwas Bärlauch gemacht. Der Spargel wurde gebraten und mit Vanille gewürzt - diese Geschmackskombination habe ich schon letztes Jahr zur Spargelzeit mit einem Spargel-Feta-Salat für mich entdeckt.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 kleine Zucchini
  • 6-8 Blätter frische Minze
  • 4 Blätter Bärlauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • 200 g Sobanudeln (reine Buchweizennudeln)
  • 10 Stangen grünen Spargel, ersatzweise weißen Spargel
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/4 TL Vanillepulver
  • Rapskernöl zum Braten
  1. Den Spargel waschen (und schälen) und in Stücke schneiden. Eine Pfanne mit 2 EL Öl erwärmen. Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe schneiden. Das Weiß der Zwiebel leicht andünsten, dann den Spargel dazugeben und 15 Min. bei mittlerer Hitze garen. Mit Salz, Pfeffer und Vanille würzen.
  2. In der Zwischenzeit die Sobanudeln in kochendem Wasser ca. 6 Min. garen, abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.
  3. Zucchini würfeln und blanchieren oder gerieben in einer Pfanne in etwas Wasser dünsten. Zucchini, Minze, Bärlauch und Öl pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. 
  4. Die Nudeln kurz mit dem Spargel in der Pfanne wenden und mit der Zucchinisauce und Frühlingszwiebelgrün anrichten.
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Grüner Buchweizensalat mit Zucchini, Minze, Rucola und Feta

Ich experimentiere gerade mit verschiedenen Kohlenhydraten und teste aus, was mir schmeckt und was mir besonders gut tut. Buchweizen scheint mich munter zu machen, vielleicht liegt das aber auch nur an den Erinnerungen an die köstliche bretonische Buchweizengalette, die es zu Hause manchmal gab.

Buchweizen ist übrigens gar kein Getreide, sondern ein Kraut dessen Früchte viele Proteine und eine Vielzahl an Mineralstoffen beherbergen und somit jeder Getreidesorte um Meilen voraus sind. Die im Buchweizen enthaltenden Stoffe Lysin und Lezithin bringen unsere grauen Zellen in Schwung und stärken die Nerven. Jetzt weiß ich Bescheid, war also doch eine richtige Intuition, das mir die kleinen Früchte gut tun :)

Also dann mal zugreifen und den Frühling genießen:

Zutaten für 1 Portion:

  • 50 g Buchweizen
  • 50 g Schafsfeta
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Handvoll Rucola
  • 4 Blätter frische Minze
  • 1 TL Dijon-Senf (Kräutersenf)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Weißweinessig
  • Öl zum Braten
  • Salz und Pfeffer
  1. Buchweizen warm spülen und nach Packungsanweisung aufsetzen. Ca. 15 Min. garen.
  2. Die Zucchini in kleine Würfel schneiden und in 1 EL Öl braten.
  3. Rucola und Minze waschen und klein schneiden. Feta zerbröckeln. Salatsauce mit Senf, Salz, Essig und Öl anrühren.
  4. Den noch warmen Buchweizen mit dem Dressing vermischen und dann das Gemüse und die Kräuter untermischen. 
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B wie Blumen und Beete, die Rote: Rote Beete Tarte Tatin mit Portweinschalotten

Ich hatte heute viel geplant, beziehungsweise nicht geplant, sodass mein Feierabend eher stressig als ruhig zu Ende ging.

Der Tag fing damit an, dass mein Fahrrad einen Platten hatte. Ich musste also zur Abwechslung mal die S-Bahn nutzen um zur Arbeit zu kommen, schade um das schöne Wetter, aber weil Dienstag einer meiner Sporttage ist, eigentlich halb so schlimm.

So liebe to-do-Liste, da hätten wir “Reifen flicken”, bzw. erstmal “Flickzeug kaufen”, “Buchweizenflocken für das Frühstück kaufen”, “Zum Sport gehen” und ganz wichtig und das hatte (natürlich) erste Priorität “Tarte Tatin für Morgen Mittag backen und fotografieren”.

Was daraus geworden ist, könnt ihr euch vielleicht vorstellen. Alle Fahrradläden hatten nach 18 Uhr schon geschlossen, im Supermarkt war Flickzeug entweder ausverkauft oder gar nicht im Sortiment,

die Zeit schreitet voran

Ab zum Bioladen, durch alle Gänge gelaufen, wie?! Buchweizenflocken gibt es bei Alnatura nicht? Wo hatte ich die denn letztes Mal gekauft? Na gut dann kaufe ich eben ein bisschen Rucola und Feta und dann gibt’s Morgen Früh eine frühlingsfrische Schale Quinoa. 

Um die Ecke dann ein Blumenladen: oh wie schön, rosa Blumen in kleinen Flaschen, die nehme ich mit…

…tick, tack, tick…huch es ist schon 19 Uhr!…

Was sagt meine to-do-Liste? Ach genau, schnell kochen und um 20 Uhr zum Sport, eine Stunde muss reichen, jetzt hab ich ja schon den Kurs davor verpasst. Das mit dem Fahrrad flicken mach ich dann später, falls ich Flickzeug zu Hause habe. 

Auf dem Weg nach Hause fällt mir dann auf, dass die Blumen ja super zu meiner geplanten rote Beete-Tarte-Tatin passen, das werden schöne Bilder für meinen Blog.

…19:15…zu Hause angekommen

Sachen auspacken, Backofen vorheizen, Rote Beete schälen.Die Blumen sind ja so schön, die muss ich noch auf dem Balkon fotografieren, bevor die Sonne weg geht.

…19:30…die Blumen sind im Kasten, die rote Beete aber nicht im Ofen…

Das mit dem Sport überleg ich mir dann lieber noch mal. Die Rote Beete muss schließlich erstmal 30 Min. in den Ofen, der Teig ist auch noch nicht fertig und ich will mich jetzt nicht stressen (oder bin ich es schon? :)) Da geh ich später an der frischen Luft joggen, das ist sowieso gesünder.

….knips, knips….

jetzt aber wirklich die Rüben in Scheiben schneiden und für 30 Min. in den Ofen. Käse schneiden, Schalotten und Knoblauch anbraten…Mehl und Butter abwiegen, ab in die Küchenmaschine (hmm…irgendwas stimmt hier mit den Maßen nicht, das ist doch viel zu viel Mehl und ich hab nicht mehr genug Butter, dann muss da jetzt Butterschmalz rein.)

…20:00…tja ich war eigentlich sowieso zu müde für Sport heute, jetzt wird es auch bald  dunkel…

Die letzten Bilder schießen, den Teig kurz kühl stellen (eine Stunde Zeit hab ich nicht mehr) und dann die Tarte Tatin in den Ofen. Aufräumen, Sauber machen, Spülmaschine anstellen. 

…20:45…wo der Ofen gerade warm ist, könnte ich noch ein paar Paprika grillen.

Paprika waschen, schneiden, einfetten und in den Ofen geschoben. Knoblauch schälen und ein großes Marmeladenglas gesucht. Ein paar Bilder noch von der fertigen Tarte Tatin (mhh das wird ein leckeres Mittagessen morgen, oder sollte ich mal probieren, nur ein kleines Stück). Gesagt, ähm, gedacht, getan: ein Stück und noch ein Stück (oh jetzt ist nur noch die Hälfte da).

…21:20…

Die Paprikaschoten sehen gut aus, jetzt noch schnell schälen und mit dem Knoblauch in Olivenöl einlegen. Davon noch ein paar Bilder und dann geh ich ins Bett (ach ich muss mir die Bilder aber noch am PC anschauen). 

Kennt ihr das? Manchmal läuft alles anders als man es geplant hat? Ich fürchte allerdings, ich wollte von vorne herein nur meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen und hab bloß versucht mein schlechtes Gewissen auszutricksen. Naja, aber wir haben uns wieder versöhnt, mein Gewissen und ich, denn im Endeffekt war ich zufrieden mit dem Abend.

Und hier jetzt das Rezept für einen nicht-turbulenten Abend, denn eigentlich ist es schnell gemacht, wenn man die Backzeit als Entspannungsphase sieht.

Zutaten für 2 Portionen (Form mit 20 cm Durchmesser):

  • 3 mittlere rote Beete Knollen
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Thymian
  • 40 g Ziegenkäse
  • 1 EL Portwein
  • 1 EL Öl
Teig
  • 50 g Buchweizenmehl
  • 50 g Vollkornreismehl
  • 20 g Tapiokamehl
  • 60 g Butter oder Butterschmalz
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Chia-Samen
  • ca. 6-10 EL eiskaltes Wasser
  1. Rote Beete schälen und in feine Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen. Mit etwas Öl bepinseln und bei 200°C im Ofen 30 Min. garen.
  2. In der Zwischenzeit den Teig zubereiten. Die Mehle gut vermischen und mit Butter verkneten (so dass die Masse schön bröselig ist). Dann nach und nach das kalte Wasser dazugeben, bis der Teig zusammenklebt. Zu einer Kugel formen (oder flach drücken) und  1 Stunde in Frischhaltefolie in den Kühlschrank stellen.
  3. Schalotten und Knoblauch in Scheiben schneiden und bei niedriger Hitze in 1 EL Öl dünsten und karamellisieren lassen. Mit Portwein ablöschen und beiseite stellen.
  4. Den Teig ausrollen, die Form einfetten, Thymian zupfen. Käse reiben oder hacken.
  5. Die rote Beete Scheiben dicht an dicht auf dem Boden der Form verteilen. Die Lücken mit den karamellisierten Schalotten füllen. Mit Käse, Thymian, Salz und Pfeffer bestreuen und dann mit dem Teig bedecken. Den Teig am Rand gut in die Form drücken.
  6. Die Tarte bei 190°C auf unterster Schiene ca. 25-30 Min backen, 5 Minuten auskühlen lassen und dann aus der Form stürzen. 
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Quinoa-Salat mit Fenchel und Paprika

Samstag ist immer Großeinkauf angesagt, gestern habe ich aber den Tag mit einer Freundin gemütlich mit Schlendern verbracht und also abends noch schnell einen Abstecher im Biomarkt gemacht um zu schauen, was ich vielleicht noch für die kommende Woche einkaufen könnte. Unter der Woche geh ich immer ungerne einkaufen, weil es abends erstens weniger frisches Gemüse gibt und weil die Kassen immer so voll sind. Ich werde immer ungeduldig, wenn ich zu lange an der Kasse warten muss und mein Magen beschwert sich auch, wenn er zu spät Abendessen bekommt. Also wie gesagt, gestern im Bioladen habe ich dann auf der Suche nach einem Topf frischer Minze eine Vielfalt anderer Kräuter entdeckt, außer der gesuchten Minze. Fenchelkraut, roter Basilikum, Majoran, Bohnenkraut…Fenchelkraut habe ich mitgenommen und zu meinem Zitronenthymian auf dem Balkon gesetzt. Eigentlich hatte ich vorgehabt mir frische Sommerrollen aus Reisteig zu machen. Da ich keine Minze gefunden habe, ist es dieser Quinoa-Salat geworden, der auch sehr gut geschmeckt hat, und das Fenchelkraut ist zum Zuge gekommen, auch wenn nur ganz dezent.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 200 g Quinoa
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 rote Paprika
  • 1 EL Grapefruitsaft
  • 2 TL Kreuzkümmelpulver
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Piment d’Espelette
  • Fenchelkraut
  • 2 EL Rapskernöl zum Braten
  • Salz
  1. Das Öl in einer schweren Pfanne erhitzen und die Fenchelscheiben und die Paprikastifte hineinlegen. Etwa 15 Minuten von beiden Seiten braten, bis sie weich und goldbraun sind. Salzen und Pfeffern.
  2. In der Zwischenzeit Quinoa heiß waschen um die Bitterstoffe auszuspülen und mit der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen, anschließend 5 Min. ausdampfen und quellen lassen.
  3. Grapefruitsaft, Öl, Piment und Salz vermischen und mit dem Quinoa vermengen. Das Gemüse darauf anrichten und mit Fenchelgrün bestreuen.

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