Happy Monday
Magical Autumn, Wine and chestnuts: Chicory salad with chestnuts and smoked trout
Der Herbst ist nicht nur für Kinder schön, die sich auf die Naturbasteleien freuen. Auch wir Großen sollten diese farbenfrohe Jahreszeit genießen. In mir ist der Entdeckergeist geweckt, sobald sich die Bäume verfärben, Alleen mit Kastanien gepflastert sind, Trauben, Äpfel und Birnen reifen. Die Früchte des Herbstes haben doch etwas Magisches, man könnte stundenlang ihre Facetten studieren und sich Geschichten darüber erzählen - Kindheitsgeschichten vom Kastanienmännchen, dem Wetterbarometer Zannzapfen. Ich möchte sogar meinen, dass die wahren Kenner der Achtsamkeit, des Augenblicks, der Meditation uns versuchen mit auf den Weg zu geben, die Objekte um uns herum wirklich wahrzunehmen, jede kleine Zelle zu studieren. Dafür ist der Herbst doch wirklich hervorragend. Es tut wirklich gut sich Zeit dafür zu nehmen. In meinem heutigen Oenologieseminar an der Uni haben wir genau dieses Disziplin geübt: Trauben wurden verkostet. Schon allein das Pflücken *plopp* der Traube von seiner Rebe regt die Geschmackspapillen an. Die Form und Farbe, die kleinen Äderchen, die das Früchtchen mit Wasser versorgen ist ein einziges Naturwunder. Ein hübsches Kügelchen auf die Zunge legen, es leicht zerdrücken - Wasser verbreitet sich in unserem Gaumen, süß und kühl - dann vorsichtig zubeißen und plötzlich feststellen, wie ein leicht säuerlicher Geschmack der Haut sich dazu gesellt. Zum Schluss die Kerne, sauer, bitter aber erfrischend minzig zugleich. Und plötzlich wird mir klar, dass ich vorher noch nie Trauben mit einer solchen Aufmerksamkeit genossen habe, ich wusste nicht mal, wie seine Komponenten im Alleingang schmecken. Nächstes Mal also nicht die Wangen mit Trauben füllen um den Saft der Frucht im hohen Maße auskosten, sondern ein Träubchen auf der Zunge zergehen lassen.
In meinem heutigen Rezept habe ich ebenfalls den Herbst verarbeitet: Kastanien und Feigen, Feldsalat und Chicoree (wo ich doch in Brüssel bin muss ich doch mal die “Belgian Endive” kosten).
Für 1 Portion:
1 Chicoree-Kopf
10 gekochte Kastanien
1 Handvoll geputzten Feldsalat
1 geräuchertes Forellenfilet
60 g gekochten Quinoa
1 EL Feigenkonfitüre und 1 TL Senf oder 1 TL Feigensenf
1 EL Weißweinessig
2 EL Olivenöl
1/4 TL Zimt
3 Stängel Schnittlauch
Salz
Pfeffer
Feldsalat und Chicoree auf einem Teller verteilen. Quinoa leicht erwärmen und mit gehackten Kastanien, Schnittlauch und einem Dressing aus Öl, Essig, Senf, Zimt, Salz,Pfeffer und Feigenkonfitüre vermischen. In die Chicoreeblätter füllen und mit Forellenfilet servieren.
Forelle ahoi! Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren (im Quinoa enthalten) wirken positiv auf Gehirn und Nervenzellen und beugen depressive Verstimmungen vor. Im Zusammenspiel mit Vitamin C, enthalten in Endivien, werden die Fettsäuren noch besser aufgenommen und begünstigen die Serotoninproduktion im Gehirn.
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English version:
1 Chicory
10 cooked chestnuts
1 handful washed salad
1 smoked troutfilet
60 g cooked quinoa
1 tbsp fig marmelade and 1 tsp mustard or 1 tsp fig mustard
1 tbsp white wine vinegar
2 tbsp olive oil
1/4 tsp cinnamon
chives
salt
pepper
Heat quinoa and mix with chives, chestnuts and the dressing consisting of mustard, oil, vinegar, fig marmelade and spices. Fil it into the chicory leaves and serve with salad and trout filet.